Software-Defined Inverters: ein plattformübergreifendes UI-System für Smart Energy
Siemens (via T7Lab) · Software-Defined Inverters · 3-jähriger Auftrag
Die Situation
Siemens entwickelte Software-Defined Inverters (SDI) für Smart Energy. Die Hardware existierte bereits, aber die Plattform benötigte zwei sehr unterschiedliche Benutzeroberflächen: eine für Endnutzer (zur Überwachung von Batteriestatus, Solarenergieerzeugung und Haushaltsverbrauch) und eine für Servicetechniker (eine hochspezialisierte Konfigurations-UI, die beim Kunden vor Ort eingesetzt wird). Beide mussten auf iOS, Android und Web funktionieren.
Das eigentliche Problem
Drei Plattformen, zwei unterschiedliche Nutzertypen und die Erwartung, dass alles einheitlich aussieht und sich einheitlich verhält. Die Endnutzer-App musste einfach und intuitiv sein. Die Techniker-App musste komplexe Konfigurationsoptionen auf eine Weise bereitstellen, die unter Feldbedingungen zuverlässig ist. Separate Implementierungen für jede Plattform und jeden Nutzertyp zu entwickeln und zu pflegen wäre ein Wartungsalbtraum gewesen.
Die Herausforderung bestand darin, eine Architektur zu finden, die beide Zielgruppen auf allen drei Plattformen bedienen konnte, ohne den Entwicklungsaufwand bei jeder Änderung zu verdreifachen.
Zentrale Entscheidungen
- Ein JSON-basiertes Regelwerk entworfen, das UI-Struktur, Validierungsregeln und Interaktionsmuster in einem plattformunabhängigen Format definierte. Jede Plattform (iOS, Android, Web) interpretierte dieselbe JSON-Konfiguration, um ihre native UI zu rendern. Wenn sich Geschäftsregeln änderten, wurden sie an einer einzigen Stelle geändert und auf alle Plattformen übertragen.
- Zwei unterschiedliche UI-Erfahrungen aus demselben Fundament aufgebaut. Die Endnutzeroberfläche zeigte Batteriestände, Solarenergieerzeugung und Energieverbrauch in einem übersichtlichen, zugänglichen Format. Die Technikeroberfläche legte tiefgehende Konfigurationsoptionen für Wechselrichter-Setup, Diagnose und Firmware-Verwaltung offen. Beide wurden durch dasselbe zugrundeliegende JSON-Regelwerk gesteuert, wobei die rollenbasierte Konfiguration bestimmte, was jeder Nutzer sah.
- Plattformübergreifende Konsistenzstandards etabliert. Anstatt zuzulassen, dass jedes Plattform-Team eigene Muster entwickelt, stellte der JSON-gesteuerte Ansatz sicher, dass eine Feldänderung oder eine neue Konfigurationsoption nur einmal definiert werden musste. Die Web-App diente als Referenzimplementierung, an der sich die iOS- und Android-Teams ausrichteten.
Die Plattform wurde mit vollständiger Feature-Parität auf iOS, Android und Web ausgeliefert. Endnutzer erhielten eine übersichtliche, einfache Oberfläche zur Überwachung ihrer Energiesysteme. Techniker erhielten ein spezialisiertes Werkzeug, auf das sie bei Vor-Ort-Installationen vertrauen konnten. Das JSON-basierte Regelwerk bedeutete, dass neue Funktionen und Konfigurationsänderungen gleichzeitig auf allen Plattformen ausgerollt werden konnten, ohne plattformspezifische Entwicklungszyklen.
Die Übergabe
Dreijähriger Auftrag über T7Lab. Die plattformübergreifende Architektur, das JSON-Regelwerk-System und beide UI-Anwendungen wurden vollständig dokumentiert und an das interne Engineering-Team von Siemens für die Weiterentwicklung übergeben.
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Jede Situation ist anders, aber die Muster wiederholen sich. Wenn Ihr Team nicht weiterkommt, Ihre Architektur unklar ist oder Sie kurz vor einer wichtigen technischen Entscheidung stehen, schildern Sie mir Ihre Situation.